Warum das Impressum kein „Kann sein“, sondern ein „Muss“ ist
Immer wieder hören wir: „Ich habe nur einen kleinen Blog.“ Leider – wenn du Werbung schaltest, Affiliate-Links setzt oder auch nur einen Kommentarbereich hast, bist du in der Regel geschäftsmäßig tätig. § 5 DDG gilt dann.
Die 3 häufigsten Fehler bei der Impressumserstellung
- Falsche Anschrift: Die Postadresse muss die offizielle Geschäftsanschrift sein – kein Briefkasten, keine Privatadresse (es sei denn, du bist Einzelunternehmer).
- Nur ein Kontaktweg: Eine Telefonnummer ist nicht zwingend Pflicht (EuGH, Urteil vom 16.10.2008, C-298/07). Neben der E-Mail-Adresse muss aber ein zweiter, schnell erreichbarer Kommunikationsweg bestehen, über den Nutzer eine zügige Antwort erhalten – z.B. ein Kontaktformular. Eine Telefonnummer erfüllt diese Anforderung ebenfalls.
- Verlinkung nur im Header: Die Verlinkung muss von jeder Seite aus erreichbar sein – der Footer ist Standard, der Header nur akzeptabel, wenn du keine Navigation hast.
Was passiert bei einer Abmahnung?
Du erhältst einen Brief mit Forderungen: Unterlassungserklärung (mit Geldstrafe), Kostenerstattung, manchmal auch Schadensersatz. Die Kosten liegen oft zwischen 100 € und 5.000 €.
Wir empfehlen: Nie ignorieren. Nicht einfach bezahlen. Immer erst prüfen lassen – viele Abmahnungen sind überzogen oder rechtlich fehlerhaft.